Verschiedene Momente

In Indien fahren Polizisten umsonst mit der Rikscha, Friseure die ihr Handwerk beherrschen kosten 15 Rupie (rund 25 Cent) und die häufigsten Fragen die mir gestellt werden sind „Name? Woher? Verheiratet? Name des Vaters?“. Die Zeit beginnt langsam zu fließen und weiß gar nicht wohin. Irgendwo scheint ein dickes Loch zu sein… hier ein paar Momente dich ich zum Glück festhalten konnte.

Im Hintergrund der massive Tempel, der keinen Eingang besitzt

Ausflug mit Sayugva, Dr. Lenins zweitjüngstem Bruder und mittlerweile ein sehr guter Freund da ähnlicher Humor und viele Gespräche in denen wir unsere jeweiligen Kulturen kritisieren bzw. toll finden. Hier haben wir die Tempel von Sarnath besucht. Sarnath ist ein sehr wichtiger Ort für die Hindus und die Budhisten, da Buddha hier den ersten Unterricht nach seiner Erleuchtung gab. Dazu gibts auch ein Museum mit Jahrtausend alten Statuen, in dem wir aber Probleme mit der Museumsleitung bekamen, da sie davon ausgegangen sind, dass ich Sayugva Geld dafür bezahle, dass er mir alles erklärt. Und dieses Geld will das Museum schließlich selbst verdienen. Dass wir einfach nur Freunde sind, ein weißer und ein Inder die zusammen einen Auslfug machen, das haben sie uns nicht geglaubt. Nach langer Disskusion und Drohungen von Seiten des Museums die Polizei zu rufen durften wir dann doch bleiben.

Dieses Bild entstand, als ich mit Shiv, dem Juristen vom PVCHR, das Gericht der Region Varanasi besuchte. Eine riesige Anlage mit mehreren Tausend Anwälten und Richtern die mit noch mehr Klienten eine für mich unübersichtliche Masse bilden die draußen an unzähligen Tischen und Bänken zwischen Bergen an Akten um das Recht und Geld feilschen. Ich dachte an Kafka und habe Shiv den „Prozess“ erklärt. Auf Englisch eine Herrausforderung, aber ich glaube er hat verstanden. Dieses Bild also stellt eine Gerichtsverhandlung dar. Obwohl Shiv mir versicherte ich könne ein Bild machen, wars dann doch verboten und einer der Leute zerrte mich, mein Handgelenk fest im Griff, vor den „Richter“ der irgendwas sagte was ich nicht verstand. Großes Durcheinander, dann durfte ich gehen. Und so gut ist das Bild nun auch nicht.

Hier mein Hindilehrer Binit. Sehr netter Kerl. Besonders mag ich es, dass er mich übertrieben häufig für mein Hindi und meine Fortschritte lobt. Das macht, dass ich mich gut fühle und dafür gebe ich ihm gerne Geld.

Am End noch ein Video, dass ich aufgenommen hab, während ich in meinem Zimmerle am Laptop saß. Ich habe mittlerweile gemerkt, dass Privatsphäre etwas sehr westliches ist und ein ansozialisiertes Verlangen. In Indien spielt sie dagegen keine Rolle. Die Freunde im Video sind Kinder von außerhalb, die für eine Woche hier im Büro schlafen und täglich für ein Theaterstück proben, dass sie diese Woche irgendwann am Ganges aufführen werden. Wenn sie gerade nicht proben, dann besuchen sie mich. Der sympathische Kerl in der Ecke ist Kabeer, Dr. Lenins Sohn.

Video:

www.youtube.com/watch?v=CNR9pQX3VDQ

 

Schluss.

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Axel
    Nov 18, 2010 @ 14:31:15

    Hi, bist Du das, rechts oben im Blog das Bild, neues Outfit? 🙂 Ansonsten stimmt was bei den Kategorien nicht, die wirken wie mit schwarzem Filzstift übermalt. Der Link zeigt an: Geschmacksproben. Warum auch immer. LG

    Antwort

  2. Frank
    Dez 19, 2010 @ 17:44:07

    Das T-Shirt kenn ich doch. Hi, OPOM! Da werden Erinnerungen wach 😉

    Antwort

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